Coronavirus: Veranstaltung absagen?

Die wichtigsten Informationen im Überblick

Coronavirus: Veranstaltung absagen?

Die wichtigsten Informationen im Überblick

Wir informieren euch laufend über aktuelle Entwicklungen. Auf Basis von Fakten, neutral berichtet.

Weltweit und auch in Deutschland beschließen die Regierungen drastische Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Flüge werden gestrichen, Grenzen kontrolliert, Veranstaltungen abgesagt, öffentliche Einrichtungen geschlossen und viele Menschen meiden die Öffentlichkeit. Eine ungewohnte Situation für alle Akteure. Veranstalter müssen kurzfristig reagieren. Viele Events dürfen nicht stattfinden, anderen sollten freiwillig abgesagt werden. Was gilt und wer trägt die Kosten dafür?

Jeden Tag gibt es neue Entwicklungen und deshalb wollen wir euch an dieser Stelle über das Thema Coronavirus und Veranstaltungen fortlaufend informieren. 

Als Quellen nutzen wir das Robert Koch-Institut, öffentliche Behörden und seriöse Zeitungen.

Letzte Aktualisierung: 18.03.2020

Betroffen sind vor allem Veranstaltungen in den nächsten Wochen.

Zum aktuellen Zeitpunkt kann leider keine Einschätzung für Events im Sommer (Mai, Juni, Juli, usw.) gegeben werden. Hierzu liegen zu wenig fundierte Informationen vor. Sobald diese existieren, werden wir euch hier informieren (Artikel am besten abspeichern).

1 Fakten-Check – Coronavirus in Deutschland

  • Zahl der Infizierten: 8.198 Iaborbestätigte COVID-19-Fälle (Quelle: Robert Koch-Institut, Stand: 18.03.2020 00:00 Uhr)
  • Davon Todesfälle: 12  (Quelle: Robert Koch-Institut, Stand: 18.03.2020 00:00 Uhr)
  • Der gemeinsame Krisenstab des BMI und BMG empfiehlt Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 erwarteten Teilnehmern abzusagen, über kleine Veranstaltungen soll aufgrund einer Risikobeurteilung entschieden werden (10.03.2020)
  • Über die Absage einer Veranstaltung entscheiden die lokalen Behörden (§ 28 Infektionsschutzgesetz IfSG) 
  • Das Robert Koch-Institut hat Allgemeine Prinzipien der Risikoeinschätzung und Handlungsempfehlungen für Großveranstaltungen veröffentlicht, um die lokalen Behörden bei der Entscheidung über die Absage eine Veranstaltung zu unterstützen (13.03.2020)
  • Zahlreiche Kommunen, Landkreise und Bundesländer erlassen ein vorübergehendes Verbot von Veranstaltungen mit einer Teilnehmerzahl ab über 50 oder mehr (letzte Aktualisierung: 18.03.2020)

2 Wissenswertes über das Coronavirus

Um euch über Vorschriften und Empfehlungen für eure Veranstaltung aufgrund der aktuellen Ausbreitung des Coronavirus zu informieren, sollten vorab einige Dinge klar sein. Was ist das Coronavirus? Wie wird es übertragen? Und wie ist die aktuelle Situation in Deutschland. Diese Fragen sind wichtig, um einzuschätzen, wie ihr mit einer Veranstaltung umgehen solltet.

Was ist das Coronavirus und wie wird es übertragen?

Offiziell wird das Coronavirus als SARS-CoV-2 bezeichnet. Dabei handelt es sich um einen neuartigen Virus, der Ende 2019 in Wuhan, China aufgetretenen ist und sich seit dem weltweit verbreitet. Im Januar 2020 wurde das Virus erstmals identifiziert. Es verursacht die Atemwegserkrankung COVID-19 (Corona virus disease 2019) und gilt als Auslöser für die von der WHO eingestuften COVID-19-Pandemie. 

Die Erkrankung verläuft als beidseitige Lungenentzündung. Bei den meisten Menschen (vor allem junge Personen ohne Vorerkrankung) verläuft die Krankheit milde bis moderat mit Symptomen wie Husten und Fieber. Etwa 20% der Fälle gehen mit einem schweren Verlauf einher und bei ca. 6% der Fälle wird der Verlauf kritisch bis lebensbedrohlich. Übertragen wird das Virus von Mensch zu Mensch, höchstwahrscheinlich durch Tröpfcheninfektion. Schmierinfektion und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen sind theoretisch auch möglich. Die Inkubationszeit beträgt bis zu zwei Wochen. (Quelle: Robert Koch-Institut) 

Wie ist die aktuelle Situation in Deutschland?

In Deutschland sind laut Robert Koch-Institut aktuell 8.198 infizierte Fälle im Labor bestätigt worden, darunter 12 Todesfälle (Stand 18.03.2020 00:00 Uhr). Alle Bundesländer sind inzwischen betroffen. Besonders viele Fälle traten bislang in den Bundesländer Nordrhein-Westfalen (2.372 Fälle), Bayern (1.243 Fälle) und Baden-Württemberg (1.609 Fälle)  auf. Die Bundesregierung ist laut eigenen Aussagen bestmöglich auf die Ausbreitung des Virus vorbereitet. Es gibt ein sehr gutes Krankheitswarn- und Meldesystem, Pandemiepläne, Kompetenzzentren und Spezialkliniken.

Zudem versucht die Regierung die Verbreitung des Virus einzudämmen, wozu sie an die Mitwirkung aller Bundesbürger appelliert. Der gemeinsame Krisenstab des BMI und BMG empfiehlt Großveranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmern abzusagen, eine bundesweite Pflicht dazu besteht allerdings (noch) nicht. Bei Veranstaltungen mit weniger als 1.000 erwarteten Teilnehmern soll die jeweils zuständige Gesundheitsbehörde eine Risikoabschätzung auf Grundlage der Kriterien des Robert Koch-Instituts (RKI) getroffen werden. 

Generell heißt es in Paragraph 28 des Infektionsschutzgesetzes, das wenn “Kranke, Krankheitsverdächtige oder Ansteckungsverdächtige, Ausscheider” einer Infektionskrankheit festgestellt werden, trifft die zuständige Behörde die notwendigen Maßnahmen. Zuständig dafür sind im Einzelfall die Gesundheitsämter auf Stadt-, Landkreis- und Landesebene. Das bedeutet, dass diese bei begründeten Verdachtsfällen, Veranstaltungen absagen können – egal ob öffentliche Sportveranstaltung, Messe, Firmenevent oder private Feier.


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3 Was bedeutet die aktuelle Situation für eure Veranstaltung?

Der aktuelle Maßnahmenkatalog des Bundesgesundheitsministeriums für Gesundheit sieht eine Empfehlung zur Absage von Veranstaltungen vor (Stand 10.03.2020). Auch rieten Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Präsident Professor Wieler am 11. März vor der Bundespressekonferenz zur Einhaltung dieser Empfehlung. Das heißt, es besteht aktuell keine bundeseinheitliche Pflicht eine Veranstaltung abzusagen. Allerdings können die zuständigen Behörden eine solche Entscheidung treffen und Feierlichkeiten, Events & Co. unter bestimmten Voraussetzungen verbieten. 

Viele Behörden sind dem Aufruf der Bundesregierung bereits gefolgt. In den meisten Bundesländern gilt ein landesweites Veranstaltungsverbot ab einer Teilnehmerzahl von über 1.000. Zudem haben viele Städte und Landkreise individuelle Verbote ausgesprochen. Davon sind meistens auch viel kleinere Events betroffen, so wie zum Beispiel im Fall der Stadt Hechingen in Baden-Württemberg, wo alle Veranstaltung ab 75 Teilnehmern in den nächsten Wochen komplett abgesagt werden müssen.   

Zusätzlich können die Veranstalter selbst entscheiden, ob sie ein Event freiwillig absagen möchten, falls in ihrem Fall noch kein Veranstaltungsverbot vorliegt. 

Wo wurden Veranstaltungen bereits von den Behörden untersagt?

Jede Veranstaltung kann also durch die zuständigen Behörde abgesagt werden. Was gilt  wo? 

Schauen wir zunächst auf Österreich und Italien

Dort gilt Folgendes: In beiden Ländern, wo sich besonders viele Menschen bereits mit dem Coronavirus infiziert haben, sind alle Veranstaltungen vorübergehend gänzlich untersagt. Die Regierung Österreich sagt klar: “An keinem Ort sollen sich mehr als fünf Menschen auf einmal treffen. Einzige Ausnahmen sind jene Aktivitäten, die der Bekämpfung des Corona-Virus dienen.” (Stand 18.03.2020)

Und in Deutschland? 

Hierzulande haben bereits zahlreiche Kommunen, Landkreise und Bundesländer ein offizielles Veranstaltungsverbot ausgesprochen. In den meisten Bundesländern sind Großveranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmern vorübergehend verboten. Die Verbote gelten zunächst bis Anfang bzw. Mitte April 2020. Zusätzlich gibt es aber auch besondere Regelungen für kleinere Veranstaltungen. In den meisten Fällen sollen die Behörden, wie von der Bundesregierung empfohlen, eine Risikobeurteilung vornehmen. Dazu hat das Robert Koch-Institut am 13.03.2020 Allgemeine Prinzipien der Risikoeinschätzung und Handlungsempfehlungen für Großveranstaltungen veröffentlicht, die die lokalen Behörden bei der Beurteilung unterstützen sollen. Es kann im Einzelfall also passieren, dass eine Veranstaltung verboten wird, obwohl kein allgemeines Veranstaltungsverbot gilt. 

In Bremen beispielsweise müssen alle Veranstaltungen mit mehr als 250 Teilnehmern beim Ordnungsamt angemeldet werden. In Hamburg sind alle Veranstaltungen – egal ob öffentlich oder privat – unabhängig von der Teilnehmerzahl verboten und in Bayern sind nur noch private Feiern erlaubt, die in privat genutzten Wohnräumen stattfinden. Alle anderen Veranstaltungen sind untersagt. 

Darüber hinaus gibt es weitere Einzelentscheidungen auf lokaler Ebene. Zum Beispiel haben Stadt und Landkreis Göttingen alle Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmern verboten. In Freiburg und Berlin gilt das Veranstaltungsverbot sogar schon bei einer Teilnehmerzahl von über 50

Sicher werden in den nächsten Tagen weitere Städte und Landkreise diesen Beispielen folgen. Das heißt, wenn eure Veranstaltung in den nächsten Tagen und Wochen ansteht, solltet ihr euch unbedingt beim zuständigen Ordnungs- oder Gesundheitsamt darüber informieren, ob euer Event stattfinden darf. 

Für Veranstalter: Veranstaltung freiwillig absagen?

Gibt es von den Behörden grünes Licht und eure Veranstaltung dürfte prinzipiell stattfinden, könnt ihr selbst entscheiden, ob ihr das Event absagt oder nicht. Wollt ihr aktiv dazu beitragen, die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, solltet ihr euch an der Empfehlung der Bundesregierung orientieren. Demnach sind Veranstaltungen abzusagen und soziale Kontakte zu vermeiden. Das gilt für alle Veranstaltungen, die in den nächsten Tagen bzw. Wochen stattfinden soll. 

Davon abgesehen solltet ihr zuerst an die Sicherheit eurer Gäste und die Stimmung auf der Veranstaltung denken. Viele Menschen fühlen sich zur Zeit unter Leuten unwohl und meiden Menschenmengen. Vor allem ältere Personen sind verständlicherweise besorgt, da sie zur Risikogruppe gehören. Viele sagen aktuell die Teilnahme an einer Veranstaltung von selbst ab. Hier müsst ihr gut einschätzen, wie eure Gäste mit dem Thema Coronavirus umgehen, welche allgemeinen Sicherheitsvorkehrungen ihr schaffen könnt und ob eine Verschiebung der Veranstaltung sinnvoll ist. 

Auch gilt: Sollte ein Gast mit leichten Grippesymptomen zu eurer Veranstaltung erscheinen, drückt seine Anwesenheit die Stimmung. An eine ausgelassene Feier wäre nicht zu denken. Hier sollte eine Balance gefunden werden zwischen Einschnitten und Sozialem Leben. Aktuell ist die Situation aufgrund des Coronavirus für alle nicht leicht. Egal ob Veranstalter, Gäste oder Dienstleister – alle haben ein mulmiges Gefühl. 

Bedenkt auch, wie ihr euch fühlen würdet, wenn sich nach eurer Veranstaltung herausstellt, dass sich einige Gäste mit dem Coronavirus infiziert haben. Selbstverständlich ist jedes Event ein teures Vorhaben, doch lohnt es sich um jeden Preis die Feier trotzdem durchzuziehen?

Für Besucher: Veranstaltung freiwillig meiden?

Habt ihr Tickets für eine Veranstaltung, die nicht abgesagt wird, könnt ihr immer noch selbst entscheiden, ob ihr teilnehmt oder nicht. Schließlich geht es um eure Gesundheit, die eures Umfeld und um die soziale Verantwortung im Rahmen der Coronavirus-Pandemie. Fühlt ihr euch unwohl und würdet die Veranstaltung ohnehin nicht genießen, macht es keinen Sinn teilzunehmen. In diesem Fall bleibt ihr besser zuhause. Gleiches gilt für Risikogruppen. Dazu gehören ältere Menschen ab etwa 50 bis 60 Jahre, Raucher sowie Personen mit einem unterdrückten Immunsystem. 

Beispiele aus Deutschland: Was kann passieren, wenn eure Veranstaltung trotzdem stattfindet?

Wie wichtig es ist, die Empfehlungen der Bundesregierung und die Vorschriften der lokalen Behörden einzuhalten, zeigen folgende Beispiele: 

  • In Berlin haben sich mindestens 42 Personen auf einer Feier mit dem Coronavirus infiziert: Ende Februar – das Coronavirus beginnt sich in Deutschland auszubreiten – feierten in einem Berliner Club zahlreiche Menschen auf engstem Raum, darunter auch einer mit Coronavirus infiziert. Inzwischen steht fest: Bei dieser Veranstaltung haben sich mindestens 42 weitere Personen angesteckt, wie die Pressestelle der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung mitteilt. 
  • Zwei Hochzeiten werden am 14.03.2020 im Main-Taunus-Kreis von der Polizei aufgelöst: Mitten in der aktuellen Corona-Pandemie wollten in Hessen zwei Brautpaare ungehindert aller Empfehlungen und Veranstaltungsverbote ihre Hochzeiten feiern. Doch beide Feiern mussten von der Polizei aufgelöst werden. Die hessische Landesregierung hatte kurz vor Beginn der Veranstaltungen ein Verbot für alle Feiern mit über 100 Teilnehmern ausgesprochen. Beide Paare hatten aber mehrere Hundert Gäste geladen und so wurden die Feiern geordnet von den Beamten beendet. 

Was gilt für Veranstaltungen, die erst im Sommer stattfinden?

Für Veranstaltungen, die erst in einigen Monaten (Mai, Juni, Juli, usw.) stattfinden, können aktuell noch keine Aussagen getroffen werden. Wie sich die Lage entwickelt, hängt stark von der Ausbreitung des Coronavirus ab. Deshalb werden wir aktuell auch keine Vermutungen anstellen, sondern euch hier auf dem Laufenden halten. Speichert diesen Artikel ab oder teilt ihn in Social Media, so dass ihr ihn später wiederfindet.
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4 Sicherheitsvorkehrungen: Wenn eine Veranstaltung trotz COVID-19-Pandemie stattfindet

Wenn eure Veranstaltung stattfinden darf, könnt ihr sowohl als Veranstalter als auch als Teilnehmer einiges unternehmen, um das Infektionsrisiko von COVID-19 zu reduzieren. Als Orientierungshilfe dienen unter anderem die “Allgemeine Prinzipien der Risikoeinschätzung und Handlungsempfehlung für Veranstaltungen” vom Robert Koch-Institut, welche Basis für die folgenden Aufstellungen sind:

Maßnahmen, die der Veranstalter treffen kann

  • Für eine dem Infektionsrisiko angemessene Belüftung des Veranstaltungsortes sorgen
  • Teilnehmerzahl reduzieren
  • Teilnehmer ausschließen: zum Beispiel solche, die zu Risikogruppen gehören und solche, die sich aktuell in besonders gefährdeten Gebieten aufgehalten haben
  • Ausreichend Platz schaffen, damit die Teilnehmer zueinander einen Sicherheitsabstand von mindestens 1-2 Meter einhalten können 
  • Genügend Möglichkeiten zum Händewaschen schaffen
  • Kontrollen am Eingang auf Risikoexposition und/oder Symptome durchführen 
  • Teilnehmerdaten aufnehmen (für eventuelle Nachverfolgung)
  • Teilnehmer über allgemeine Maßnahmen des Infektionsschutzes informieren (siehe dazu nachstehende Empfehlungen für Teilnehmer)

Empfehlungen für Teilnehmer

  • Freiwillig auf Teilnahme verzichten, wenn COVID-19-Symptome vorliegen, ihr zur Risikogruppe gehört und ihr euch kurz zuvor in einem besonders betroffenen Gebiet aufgehalten habt
  • Während der Veranstaltung regelmäßig die Hände gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife)
  • Husten und Niesen in ein Einwegtaschentuch oder in die Armbeuge
  • Körperkontakt zu anderen Personen vermeiden; Sicherheitsabstand von 1-2 Metern einhalten
  • Hände vom Gesicht fernhalten 

5 Im Fall der Fälle: Wie sagt ihr eure Veranstaltung ab?

Wenn ihr eure Veranstaltungen absagen müsst oder freiwillig absagen wollt, habt ihr einiges zu beachten. Zunächst solltet ihr euch entscheiden, ob die Veranstaltung ohne Aufschub abgesagt werden soll. Wenn nicht müsst ihr überlegen, ob ihr bereits einen Ersatztermin festlegen wollt. Alternativ empfiehlt es sich in vielen Fällen zu warten, bis die aktuelle COVID-19-Pandemie vorbei ist. Schließlich ist jede Veranstaltung etwas Besonderes und entsprechend sollte alles perfekt verlaufen. 

Anschließend müsst ihr eure Gäste informieren und alle gebuchten Dienstleistungen, wie zum Beispiel Künstler, Location, Eventfotograf, Catering und DJ absagen bzw. umbuchen. Letzteres ist mitunter keine leichte Aufgabe, da keiner zum aktuellen Zeitpunkt sagen kann, wann die Normalität zurückkehrt.  

Veranstaltung wegen Coronavirus absagen: Wer trägt die Kosten?

Wird eine Veranstaltung abgesagt, trägt der Veranstalter die Kosten dafür. Das gilt auch dann, wenn die Absage durch eine Behörde erfolgt und der Veranstalter selbst nichts dafür kann. Was das für die einzelnen Akteure bedeutet, erfahrt ihr im Folgenden.

Für Ticketinhaber

Für euch als Ticketinhaber gilt: Ihr bekommt den Kaufpreis für euer Ticket erstattet, sobald eine Veranstaltung nicht wie geplant zum auf dem Ticket befindlichen Termin stattfindet. Das gilt selbst dann, wenn die Veranstaltung verschoben wird. In dem Fall kann euch der Veranstalter nicht zur Teilnahme am Ersatztermin zwingen. Ihr habt also die Wahl – Ersatztermin wahrnehmen oder Geld zurück. 

Anders ist es mit den Zusatzkosten für zum Beispiel Übernachtung und Anfahrt. Habt ihr bereits ein Hotelzimmer und ein Bahnticket gebucht, ist der Veranstalter nicht zur Erstattung verpflichtet. Es gelten die Stornierungsbedingungen des Dienstleisters. In vielen Fällen bekommt ihr das Geld bei einer Stornierung nicht oder nur teilweise zurück

Ähnlich verhält es sich mit dem Ticketpreis, wenn die Veranstaltung stattfinden darf und ihr freiwillig auf die Teilnahme verzichtet. In diesem Fall tragt ihr die Kosten selbst. Der Veranstalter ist nicht verpflichtet, euch das Geld zurückzuzahlen. Auch habt ihr keine Ersatzansprüche gegenüber dem Staat. Aus Kulanzgründen räumen jedoch einige Organisatoren aktuell gesonderte Stornierungsbedingungen ein. Fragt also bei ruhig beim Veranstalter nach, ob ihr euer Geld zurückbekommt, wenn ihr aus Sicherheitsgründen nicht an einer bezahlten Veranstaltung teilnehmen möchtet. 

Außerdem wichtig: Viele Veranstalter haben in ihren AGB Klauseln, die besagen, dass Ticketinhaber den Kaufpreis nicht zurückbekommen, wenn ein Event aufgrund von höherer Gewalt ausfällt. Was in solchen Fällen passiert, ist noch nicht eindeutig geklärt. Einige Experten meinen, dass solche Regelungen nicht gültig sind. In solchen Situationen könnt ihr euch an die Verbraucherzentrale wenden.  

Für Dienstleister 

Für Dienstleister ist die Situation sehr unterschiedlich. Das Verhältnis zwischen Dienstleister und Veranstalter wird in einem Dienstleistungsvertrag geregelt. Dieser wurde bei Buchung für die Veranstaltung unterschrieben und regelt auch, was im Falle einer Stornierung der Dienstleistung erfolgt. Die Bestimmungen werden oft individuell geregelt. In vielen Fällen ist eine kostenfreie Stornierung nur langfristig möglich. Wird eine Veranstaltung kurzfristig abgesagt und ein Dienstleister somit nur wenige Tage vorher storniert, muss der Veranstalter die Kosten meist komplett bezahlen. Als Dienstleister habt ihr also wenig zu befürchten, sofern ihr euch durch die Vertragsbedingungen gegen finanzielle Ausfälle aufgrund einer Stornierung abgesichert habt. Allerdings könnt ihr euch freiwillig um eine Kulanzlösung bemühen, um eure Kunden (den Veranstalter) in dieser schwierigen Situation zu unterstützen. 

Für Veranstalter

Veranstalter trifft es besonders hart. Als Veranstalter seid ihr verpflichtet, euren Gästen den Ticketpreis zu erstatten, wenn eine Veranstaltung nicht zum geplanten Termin stattfindet. Zusätzlich könnt ihr auf den Kosten für gebuchte Dienstleister sitzen bleiben, wenn ihr deren Leistung kostenpflichtig stornieren müsst. 

Einziger Trost: Eventuell können Schadensersatzansprüche gegenüber dem Staat entstehen, falls die Absage durch eine Behörde erfolgt. Die Situation ist noch nicht abschließend geprüft. Die Rechtexperten haben noch kein Urteil darüber gefällt, ob für die Absage einer Veranstaltung die Schadensersatzansprüche gem. § 65 Infektionsschutzgesetz gelten. Von offizieller Seite gibt es bislang noch keine definitive Aussage. Wir informieren euch aber, sobald eine Entscheidung getroffen wird. 

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6 Fazit: In den nächsten Wochen müssen viele Veranstaltungen abgesagt werden

Egal ob Verbot oder freiwillig – aufgrund der aktuellen Coronavirus-Situation werden in den nächsten Wochen jede Menge Veranstaltungen abgesagt. Das gilt bislang überwiegend für Veranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmer. Die zuständigen Gesundheitsbehörden entscheiden aber im Einzelfall ob und unter welchen Bedingungen Veranstaltungen stattfinden dürfen. An einigen Orten gelten bereits Veranstaltungsverbote bei einer Teilnehmerzahl ab über 50 Personen und das Verbot wird sich höchstwahrscheinlich ausbreiten. Das heißt, in vielen Fällen sind selbst kleine Events, Meetings und Feiern von dem Veranstaltungsverbot betroffen. 

Somit gilt für Veranstalter: Habt ihr in den nächsten Wochen eine Veranstaltung geplant, solltet ihr euch umgehend beim zuständigen Gesundheits- oder Ordnungsamt melden und abklären, ob das Event stattfinden darf. Außerdem solltet ihr über eine freiwillige Absage der Veranstaltung nachdenken. Die Situation ist weltweit keine einfache und alle Menschen sind zur Mitwirkung aufgefordert, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen.  

Als Teilnehmer solltet ihr ja nach Situation selbst entscheiden, ob ihr eine Veranstaltung besser meidet. 

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Quellen: 

  • https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html
  • https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus/chronik-coronavirus.html
  • https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html
  • https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risiko_Grossveranstaltungen.pdf
  • https://www.baden.fm/nachrichten/stadt-freiburg-und-landratsamt-breisgau-hochschwarzwald-informieren-zur-aktuellen-corona-lage-618107/
  • https://www.goettinger-tageblatt.de/Die-Region/Goettingen/Coronavirus-Stadt-und-Landkreis-Goettingen-verbieten-Veranstaltungen
  • https://www.rnd.de/gesundheit/coronavirus-in-diesen-bundeslandern-werden-grossveranstaltungen-abgesagt-TJPCFGRXHNESPMCBXMWGANJG3M.html
  • https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Coronavirus—Aktuelle-Ma%C3%9Fnahmen.html
  • https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/__28.html
  • https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/coronavirus-wer-ueber-absage-von-veranstaltungen-entscheidet-16674510.html
  • https://www.gea.de/reutlingen_artikel,-wie-sich-die-corona-lage-in-reutlingen-und-der-region-bis-zum-15-m%C3%A4rz-entwickelt-hat-_arid,6235469.html
  • https://www.wr.de/wirtschaft/coronavirus-wer-zahlt-fuer-abgesagte-veranstaltungen-id228674089.html
  • https://www.tagesschau.de/inland/faq-grossveranstaltungen-corona-101.html
  • https://twitter.com/SenGPG
  • https://corona.weddingrelations.de/#tab-1584456307529-13-5

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